Atemschutz im UA bisher
Viele Jahre wurden die Atemschutzflaschen des Unterabschnitts 4 Neunkirchen (Feuerwehren Straßhof, Wartmannstetten, Diepolz, Natschbach, Loipersbach und Ramplach) mit dem Atemluftkompressor welcher im Feuerwehrhaus Ramplach stationiert war, gefüllt. Aufgrund des hohen Alters war dieser aber schon einige Zeit nicht mehr am aktuellen Stand der Technik und das Füllen einer Flasche dauerte viel länger als heutzutage üblich.
Außerdem war dieser Kompressor nur für 200 bar Flaschen geeignet. Seit einigen Jahren wird aber die 300 bar Flasche aufgrund ihrer leichteren Bauweise sowie der größeren Luftmenge (längerer Einsatzzeit pro Flasche) immer beliebter.
Somit stand man vor mehreren Problemen – Eine neue Lösung musste her!

Die Möglichkeiten
Die naheliegendste Lösung welche zuerst überlegt wurde, war ein neuer Kompressor im Unterabschnitt, mit welchem auch 300 bar Flaschen gefüllt werden können. Es wurde auch die Kombination auf einem Anhänger angedacht, damit bei Einsätzen oder Übungen die Flaschen gleich direkt Vorort gefüllt werden können. Damit könnten während und nach einem anstrengenden Einsatz unnötige Wege zur Füllstation sowie Zeit gespart werden. Doch schlussendlich entschied man sich für nachstehende Lösung.
Neues Konzept: Pool-Flaschen im UA4

Alle sechs Feuerwehren greifen auf einen gemeinsamen Flaschenpool zu. Dadurch hat nicht mehr jede Feuerwehr ihre eigenen 6 Flaschen pro Trupp (3 Flaschen in den ATS-Geräten + 3 Reserveflaschen im Fahrzeug), sondern alle Flaschen gehören dem Unterabschnitt. So kann es z.B. sein, dass die Feuerwehr Ramplach eine Flasche im Einsatz verwendet, beim nächsten Einsatz wird diese Flasche aber von der Feuerwehr Straßhof genutzt.
Neben den Flaschen welche laut Mindestausrüstung im Feuerwehrfahrzeug mitgeführt werden müssen, wurden auch Flaschen als zusätzliche Reserve angeschafft. Diese werden in zwei Rollcontainern gelagert und transportiert (12 Stk. pro Rollcontainer). In Summe umfasst der Flaschenpool derzeit 72 Flaschen.
Sind nach einem Einsatz oder einer Übung leere Flaschen gegen volle zu tauschen, können diese mit den Reserveflaschen in einem der beiden Rollcontainer (RC) getauscht werden. Ein Rollcontainer ist bei der Feuerwehr Loipersbach, einer bei uns im Feuerwehrhaus Ramplach stationiert. Berechtige Personen der einzelnen Feuerwehren haben Zugang zu den beiden Feuerwehrhäusern mit den Rollcontainern, damit die Flaschen im eigenen Fahrzeug jederzeit gegen volle Flaschen getauscht werden können. Bei größeren Ereignissen werden die Rollcontainern gleich zum Einsatzort mitgenommen.
Wenn nicht mehr genügend volle Flaschen in den Rollcontainern vorhanden sind, werden diese gesammelt im Feuerwehrhaus Neunkirchen gefüllt.
Produziert wurden die Rollcontainer jeweils vom jeweiligen Hersteller der Versorgungsfahrzeuge (Rosenbauer bei der FF Loipersbach, Magirus Lohr bei der FF Ramplach). Die Atemschutzflaschen (6,8 Liter x 300 bar Verbund) wurden in der ZAW (Zentrale Atemschutzwerkstätte des NÖ Landesfeuerwehrverbandes) gekauft und mit roten Schutzhüllen und entsprechenden Kennzeichnungs-Klettern ausgestattet. Im Zuge dessen wurden auch die Atemschutzgeräte mit einheitlichen Kennzeichnungen im gesamten UA ausgestattet.

Finanzierung
Die Gesamtkosten von rund € 21.000 wurden zum einen Teil von der Gemeinde Natschbach-Loipersbach & der Marktgemeinde Wartmannstetten, sowie zum anderen Teil von den sechs Feuerwehren finanziert. Die laufenden Kosten wie z.B. Überprüfungen, Reparaturen oder Austausch bei einem Defekt etc., werden anteilsmäßig von den sechs Feuerwehren getragen.
Bereits vorhandene 300 bar Flaschen der Feuerwehren Natschbach, Loipersbach und Ramplach sowie der Rollcontainer der FF Loipersbach wurden in den Pool übernommen.






